DIY – 5 effektive Ideen für die Portion Kreativität im Alltag

DIY – also Do-It-Your-Self bedeutet, dass du etwas mit den Händen entstehen lässt und umfasst alle Formen des Selbermachens…sprich Heimwerken, Handarbeiten, Zeichnen, Malen, Basteln, ….

Mit Kreativität ist die Fähigkeit eines Menschen gemeint, schöpferisch oder gestalterisch tätig zu sein.

Neben dem Sport,  sind  mir meine kreativen Hobbies sehr wichtig, eben weil ich dabei etwas individuelles und originelles mit den Händen entsehen lassen kann. Dabei bin ich mit meiner Leidenschaft nicht alleine…

DIY liegt voll im Trend…aber warum ist das so???

Die Uni Potsdam hat darüber einen sehr interessanten Artikel geschrieben.

DIY ist ein Gegengewicht zu Stress und Fremdbestimmung im Alltag, denn bei den eigenen DIY-Projekten entscheide nur ich, was ich mit den eigenen Händen entstehen lasse und kann nach meinen eigenen individuellen Wünschen und Fähigkeiten tätig werden. Die Entscheidung was wie, wann, wie lange und wo ich etwas mache, liegt also ganz allein bei mir.

“Um ein Leben voller Kreativität zu leben,

müssen wir unsere Angst vor dem Versagen ablegen”

Joseph Pierce (Schriftsteller)

Heute verbringe ich, wie viele Menschen einen Großteil des Tages am PC und kann am Ende des Tages nur selten genau sagen, was ich eigentlich geschafft habe, weil es schlichtweg nicht greifbar oder sichtbar ist. Viele Stunden des Tages leben wir in einer digitalen Welt. DIY schafft genau hier einen haptischen, analogen Ausgleich.

In Zeiten, in denen vieles einfach nur noch in eintönigen Massen hergestellt wird und wir in vielen Bereichen des Lebens nur noch als graue Kundennummer auftauchen sind viele Menschen auf der Suche nach Individualität. Es wächst das Bedürfnis, sich durch Hobbies, Aussehen, Kleidung oder Wohnungseinrichtung abzugrenzen. DIY erfüllt genau diese Wünsche. Am Ende steht ein individuelles Ergebnis, auf das man ein wenig stolz ist und so auch das Selbstbwusstsein steigert

DIY  ist eine „Freizeitaktivität, bei der körperliche Ertüchtigung, Geschick und Feingefühl gefragt sind und bei der Kreativität und Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.“

(Lisa Zosel)

DIY ist eine Form der Weiterbildung. Es müssen neue Fertigkeiten erlernt werden, dabei aber wieder mit dem Luxus, selbst zu entscheiden, was ich wann und in welchem Tempo erlerne. Gerade durch das Internet und die Vielfalt an Informations – und Inspirationsquellen ist es heut zu Tage auch viel einfacher sich neue Fähigkeiten anzueignen, weil ich an keine zeitlichen Vorgaben gebunden bin. Beispielsweise kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ich mir das Nähen (bestimmt nicht perfekt aber passabel)  komplett durch Videos und Kursen im Internet beigebracht habe.

Auch das Streben nach Nachhaltigkeit und die Verwendung von alten Materialien und Abfällen für die Schaffung neuer Produkte ist eine mögliche Erklärung, warum DIY so im Trend ist.


Wie wirst Du im Alltag trotz vollem Terminkalender kreativ?

1. Keep it short and simple

Im normalen Alltag bleibt oft manchmal viel zu wenig Zeit, um kreativ werden zu können. Gefragt sind dann oft kleinere Projekte, die nicht zu kompliziert und zeitaufwändig sind, weil es ganz schön frustrierend sein kann, wenn Du ein Projekt einfach nicht abschliessen kannst.

2. Kreativität braucht Platz

Es ist echt praktisch, wenn Du in deiner Wohnung einen Platz findest, an dem Du Dir einen persönlichen Kreativ-Bereich einrichten kannst, an dem Du dich wohlfühlst. Mach dir diesen Platz beispielsweise mit Fotos, einer Kerze oder eine Stereoanlage ein bisschen hübsch und gemütlich, damit du dich dort gerne aufhältst. So hast du einen Raum, an dem Du deine Projekte auch mal liegen lassen kannst und direkt weiterarbeiten kannst, wenn sich dafür ein Zeitfenster in Deinem Tag ergibt. Sollest du dir aus Platzmangel keinen festen Kreativbereich einrichten können, lagere Dein Kreativmaterial in einer großen Box, damit du alles was du brauchst zumindest schnell griffbereit hast

3. Feste, regelmäßige Zeiten

Plane feste, kreativen Zeiten in Deinen Alltag mit ein – ähnlich wie die feste Sportstunde oder den regelmäßigen Kaffeeklatsch mit der besten Freundin.

Praxistipp: Ich nehme mir 1h pro Monat Zeit um Geburstagskarten für die Geburstage zu basteln, die im nächsten Monat anstehen.

4. Hole Dir Inspiration, Hilfe und Anleitung

Das Internet und eine Vielzahl von Büchern liefern dir wunderbare Ideen und wirklich nützliche Hilfe für Deine DIY-Projekte. Klar, kann es sein, dass du anfangs das Gefühl hast, alles einfach nur nachzumachen. Mit ein wenig Übung und Geduld entsteht aber mehr und mehr etwas wirklich Eigenes, Originelles und Kreatives

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5. Schärfe Deinen Blick

Gehe mit offenen Augen durch die Welt und lass dich inspirieren. Bevor du beispielsweise eine Verpackung wegwirfst, überlege ob und wie du sie in einem schönem DIY Projekt weiterverarbeiten könntest…. Upcycling ist das Zauberwort...verwirklichliche dieses Projekt zeitnah…damit du nicht zum Messi mutierst ;).

Upcycling DIY Album
DIY Upcycling Album

DIY-Ideen, die sich gut in deinen Alltag integrieren lassen

  • Glückwunschkarten & DIY Geschenke...kaufe keine Geschenke mehr
  • Handlettering & Bullet Journal...führe einen papierhaften Kalender
  • Nähen…keine Angst…es gibt aber auch kleine, simple Projekte
  • Stricken…wie Yoga und Meditation für die Seele

Glückwunschkarten und & DIY Geschenke

Ich glaube ich habe seit mehr als 5 Jahren keine Karte mehr gekauft…egal ob Geburt, Hochzeit, Kommunion, Geburtstag oder Trauer… Mit meinen DIY Karten und Geschenken verbinde ich das Nützliche mit dem Schönen.

Eine individuelle, handgefertigte Karte oder ein originell gestalteter Gutschein zaubert jedes Mal ein Lächeln auf das Gesicht des Beschenkten. Auch individuell gestaltete Fotogeschenke (Alben, Bilderrahmen beispielsweise zur Geburt oder Hochzeit) lassen den Beschenkten strahlen. In einer Zeit, in der die meisten alles haben, was sie brauchen und nicht mehr wissen, was sie sich wünschen sollen, ist Wertschätzung sehr wichtig geworden.

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Bullet Journal & Handlettering

Laut Wikipedia ist ein Bullet Journal eine Methode der persönlichen Organisation, die vom Designer Ryder Carroll entwickelt wurde. Das System organisiert Zeitplanung, Erinnerungen, Aufgabenlisten, Brainstorming und andere organisatorische Aufgaben in einem einzigen, analogen Notizbuch.

Bereits vor vielen Jahren, zu Zeiten als es noch kein Smartphone gab (ja…so alt bin ich) habe ich mir einen DIN A 5 Filofax-Terminplaner gekauft. Er verschwand einige Jahre in der Versenkung, weil ich einerseits für die Einlagen etwas zu geizig war und andererseits für meine Alltagsplanung mehr und mehr das Handy verwendet habe.

Vor einigen Monaten habe ich eben diesen Terminplaner wieder ausgegraben, mir einen passenden Locher gekauft, und die Bucheinlagen ganz im DIY-Trend selbst gestaltet. Ich nutze den Planer heute als Monatsplaner, Tagebuch, Projektsammlung und Skizzenbuch und auch als Rezeptesammlung.

Durch Illustrationen Handlettering wurde mein Filofax auch zu einem echten DIY-Dauerprojekt und eine sehr praktische Möglichkeit der kreativen Entfaltung.

Ich nehme mir jeden Monat bewusst die Zeit und gestalte meine Seiten für den kommenden Wochen.

Er ist ein echter Alltagsbegleiter geworden, weil ich ihn inzwischen immer und überall dabei habe. So kann ich meine Ideen schnell aus Papier bringen und habe den Kopf wieder frei für andere Dinge


Nähen

Nähen ist wahrscheinlich der absolute Klassiker unter den DIY Hobbies und auch ich habe es vor mehr als 10 Jahren für mich entdeckt.  Beigebracht habe ich es mir hauptsächlich selbst…die Weiten des Internets mit seinen diversen Videokursen, Schnittmustern und Nähanleitungen war hier wirklich sehr hilfreich.

Beispiele für kleinere, unkomplizierte Projekte:

  • Kissenbezüge
  • Kosmetiktäschchen
  • Röcke
  • Taschen
  • Stifterolle…

Die Plattformen „Makerist“ und Pinterest liefern hier einiges an Information und Input.

DIY Stiftrolle
DIY Stiftrolle
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Stricken

Laut einer Studie des Mediziners Dr. Herbert Benson von der Harvard Medical School kann Stricken durch die gleichmäßigen sich wiederholenden Bewegungen ähnliche entspannend sein, wie Yoga oder Meditation…

Gerade im Winter, bei einer Tasse Tee auf der Couch kann ich diese These nur bestätigen, wobei ich ehrlich sagen muss, dass auch ganz schön stressen kann, wenn man bei einem Projekt einen Fehler entdeckt, der schon einige Reihen zurück liegt und man alles wieder auftrennen muss.

Auch dieses Hobby musste ich mir, nachdem ich aus meiner Schulzeit so gut wie alles vergessen habe, wieder aneignen. Sehr hilfreich war dabei das Buch „Stricken für Dummies“

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…alles ist hier sehr einfach und leicht verständlich beschrieben. Viele tolle, kostenlose und immer wieder neue DIY-Anleitungen gibt es auf www.garnstudio.com.

Fazit

Suche für den Anfang kleinere Projekte, die nicht zu kompliziert und zeitaufwändig sind. Schaffe Dir wenn möglich Deinen persönlichen Kreativ-Bereich , an dem Du dich wohlfühlst und an dem Du Deine Projekte auch mal liegen lassen kannst. Plane feste, kreative Zeiten in Deinen Alltag mit ein. Hol Dir Inspiration, Hilfe und Anleitung im Internet, in Büchern, etc….So findest Du wunderbare Ideen und wirklich nützliche Hilfe für Deine DIY-Projekte.